Salukis – Newsblog

Saluki Windhund

Œil pour œil, dent pour dent - Sharok

Als ich das erste Mal einen Saluki sah, war ich sofort fasziniert. Diese eleganten, wunderschönen Wesen, wie von einer anderen, besseren Welt, mit Ihren geheimnisvollen, vielsagenden dunklen Augen und dem Wissen der ganzen Welt in ihrem Gesicht.

In dem Moment, als ich dich das erste Mal sah, mein Schöner, war ich dir hoffnungslos verfallen. Als ich dich berührte und dein seidiges duftendes Fell durch meine Finger glitt, wusste ich: das ist für immer. Du schenktest mir all dein Vertrauen, klettertest mutig und zuversichtlich, so klein wie du damals noch warst, auf meinen Schoß und wichst mir fortan nicht mehr von der Seite, und wir beschlossen beide an diesem Tag, uns nicht mehr zu trennen. Du zogst in mein Haus und in mein Herz ein und dort wirst du immer bleiben, gewärmt und beschützt von meiner Liebe.

Und egal, was immer dir einfällt, ein Blick von dir – ich verzeihe dir alles:

Das große Loch, das du eigenmächtig mit großem Engagement im Garten ausgehoben hast, wobei die Wurzeln der Hecke sämtlich entfernt werden mussten.

Deinen Sprung vom Bett aus dem Schlafzimmerfenster durch das offene Fenster und das daran befestigte Fenstergitter hinaus, 2,50 Meter tief in den Garten ins Rosenbeet an jenem Sommermorgen, als ein anderer Hund unautorisiert außen am Grundstück vorbeilief.

Den Schreck, den du mir eingejagt hast, als du plötzlich, während ich im Garten stand und mit der Nachbarin plauderte, über Augenhöhe neben mir standest, weil du auf die Gartenmauer gesprungen warst, um einen besseren Überblick zu haben.

Die Unterwäsche, die du so freudestrahlend ins Wohnzimmer geschleppt hast, als wir gerade Besuch empfingen.

Meinen warmen Schal aus Hasenfell, der dein größtes Begehren wurde und den du dir schließlich selbst vorzeitig zum Geburtstag geschenkt hast, als du abends alleine zu Hause bleiben musstest.

Der Tag, an dem du und dein Bruder allein und ohne Vorankündigung oder Erlaubnis über den Zaun gesprungen und einen Besuch beim Metzger gemacht habt, eine vierspurige Straße gesperrt werden musste und die Polizei euch wieder eingesammelt und zu mir zurückgebracht hat. Ich habe die Zurechtweisungen und Vorwürfe mit Fassung getragen.

Der noch viel schlimmere Tag, an dem die verschlossene Gartentüre kaputtging, nachgab und aufsprang und ihr beide mit Vollgas auf die Felder gelaufen seid, Dein Bruder von einem Auto erwischt wurde und sein Schutzengel alle Bonuspunkte auf einmal in den Ring werfen musste. Der strömende Regen, in dem wir euch gesucht haben. Der Mann, der den Mut hatte, euch einfach festzuhalten bis ich kam, und wie ihr euch zitternd und erschöpft in mein Auto gerettet habt. Die drei Stunden, in denen ich wegen des Schocks um deinen in meinen Armen zitternden und schlotternden Bruder gebangt habe und wie er doch so unendlich Glück gehabt hat, dass ihm gar nichts passiert war. Von dem Auto und den Reparaturkosten sprechen wir nicht, – danke liebe Versicherung.

Der Tag, an welchem ich nur kurz von euch ein Foto machen wollte und ihr die Gelegenheit nutzet, mit der Nase ein wenig herumzustöbern. Der kleine Hase, der erschrak und aufsprang, weshalb ihr ebenfalls losranntet …..

Der Handwerker, der unerlaubt das Grundstück betrat und sich auch durch euer Bellen und Knurren nicht aufhalten ließ. Der die Hundegesetze nicht kannte und, obwohl ihr ihn völlig korrekt gestellt habt, empörenderweise einfach weiterlief, weshalb ihr widerstrebend zum Äußersten gehen musstet. Die Hose, die wir daraufhin bezahlt haben.

Die Verletzungen an meiner Hand und den Gips wegen der Leine, die sich um meine Hand wickelte und zuzog, weil ich nicht schnell genug mit euch mitgelaufen bin, als ihr plötzlich losgerannt seid, weil ihr auf dem Feld einen Hasen gesehen habt.

Die Fernbedienung, die du komplett zerbissen hast, bei dem Versuch, wieder auf die Tiersendung umzuschalten, nachdem ich ins Bad gegangen war, um zu Duschen.

Unseren Besuch bei einem Kunden, der anbot, ihr dürftet beide solange dort im Garten rennen und spielen, es sei alles eingezäunt und kein Problem, wo Ihr beide lange Kanäle ins schön gepflegte Gras gebuddelt habt, um die beiden Mäuse, die darunter in ihre Gängen der Erde gerannt sind, zu Tage zu bringen und im abgelebten Zustand fein säuberlich neben einander zu legen. Den Pfarrer und die Beerdigungskosten habe ich übernommen.

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